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Regionalkonferenz „Gegensteuern – Rechtspopulismus und Gleichstellungsgegner*innen die Stirn bieten“

2. April 2019

9:30 - 17:00 Uhr

Volkshochschule Magdeburg



Leibnizstr. 23
39104 Magdeburg

Mit diffamierenden Kampfbegriffen machen Rechtspopulist*innen und Gleichstellungsgegner*innen nicht nur Stimmung gegen die Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans* und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI*) sondern auch gegen viele weitere Gruppen und Organisationen. Gewerkschaften und andere zivilgesellschaftliche Organisationen werden ebenso zur Zielscheibe wie Akteur*innen der politischen Bildung. Was kann dieser Entwicklung entgegengesetzt werden, welche Strategien haben sich bewährt und was können Organisationen und Initiativen voneinander lernen? Diesen und weiteren Fragen möchte die Regionalkonferenz in Magdeburg nachgehen.

Wann ? Dienstag, 02. April 2019, 09:30 – 17:00 Uhr

Wo ?      Volkshochschule Magdeburg, Leibnizstraße 23 in 39104 Magdeburg

Im Frühjahr 2018 fand zur Vorbereitung der Regionalkonferenz ein Vernetzungstreffen im Familienhaus Magdeburg statt. Gemeinsam haben Aktivist*innen und Fachkräfte erste Handlungsansätze entwickelt, um mit Mut und Kreativität den faktenfreien Kampagnen entgegenzuwirken. Zusammen wollen wir diese Ideen weiterentwickeln, um mit neuen Impulsen für die gesellschaftliche Vielfalt einen Beitrag zur Stärkung der Demokratie zu leisten.

Einladung & Programm als PDF / Facebook-Veranstaltung

Diskussionsgrundlage

 


 

Auszug aus dem Konferenzprogramm

Keynote : Von „besorgten Eltern“ und „Gender-Wahn“ – Angriffe auf (sexuelle und geschlechtliche)Vielfalt in der Bildung und mögliche Gegenstrategien

Referent*in: Dr. Carolin Küppers (Soziologin und wissenschaftliche Referentin für Gesellschaft, Teilhabe und Antidiskriminierung bei der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld in Berlin)

Der Vortrag widmet sich den anhaltenden Angriffen gegenüber sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in der Bildung. Hierfür stellt er diese in den Kontext von Angriffen auf all diejenigen, die als ‚anders‘ konstruiert/wahrgenommen werden allgemein. Er argumentiert, dass Gegenstrategien, wenn sie wirksam sein sollen, stets intersektional gelagert sein müssen und legt dar, wie dies im konkreten umgesetzt werden könnte.

 


 

Bitte wählen Sie Ihren Schwerpunkt für die Konferenz:

Fachforum 1: Zivilgesellschaft im Fadenkreuz von rechts – Was können wir rechten Angriffen und Diffamierungen entgegensetzen?

Impulsgeber*innen: u.a. Amadeu Antonio Stiftung, Anja Reuss (Zentralrat Deutscher Sinti und Roma), Fabian Pfister (DGB Sachsen-Anhalt). Moderation: Markus Ulrich (Pressesprecher des LSVD-Bundesverbands)

Rechtspopulistischen Ideologien entgegenzutreten wird auch für zivilgesellschaftliche Organisationen immer mehr zu einer Herausforderung. Dabei kommt es längst nicht nur darauf an, als Organisation eine eigene Position zu entwickeln, sondern diese auch in praktisches Handeln umzusetzen. Wie können Vereine und Initiativen reagieren, wenn die eigene Arbeit von rechts diskreditiert und angegriffen wird? Welche Strategien könnten hilfreich sein, um das Miteinander von Organisationen in unterschiedlichen Themenbereichen zu stärken? Zusammen mit Expert*innen, Praktiker*innen und Teilnehmenden wollen wir Handlungsmöglichkeiten aufzeigen und Strategien diskutieren.

Fachforum 2: Politische Bildung in Gefahr – Wie können Bildungsfachkräfte menschenfeindlichen Einstellungen entgegenwirken und Demokratiebildung verteidigen?

Impulsgeber*innen: Philipp Schweizer (Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt), Daniela Zocholl (Projektkoordinatorin der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt), Manuela Selzner (Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik). Moderation: Kerstin Schmitt (Theaterpädagog*in und queere Aktivist*in)

Rechtspopulismus und Ideologien der Ungleichwertigkeit sind gegenwärtig die größten Herausforderungen für die schulische und außerschulische politische Bildung in Deutschland. Mit besorgniserregenden Agitationen machen Rechtspopulist*innen und Gleichstellungsgegner*innen Stimmung gegen Fachkräfte der politischen Bildung in Schulen, der Erwachsenenbildung und auch in der Jugendarbeit. Sie versuchen dabei den „Beutelsbacher Konsens“ und das Neutralitätsgebot zu instrumentalisieren. Rechte und religiöse Fundamentalist*innen zielen darauf ab, menschenfeindliche Thesen in der politischen Bildung unterzubringen und salonfähig zu machen. Kann und muss sich die Politische Bildung hier stärker positionieren? Das Forum möchte diskutieren, welche Strategien und Ansätze guter Praxis es gibt, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken.

Tagesmoderation: Kerstin Schmitt (Theaterpädagog*in und queere Aktivist*in)

Graphic recording: Sibylle Reichel

Die Veranstaltung richtet sich an LSBTI*-Aktivist*innen und Fachkräfte aus den Bereichen Bildung, Wissenschaft, Stiftungen, Medien, Politik, Sport, Kultur, Religion, Soziale Arbeit, Antidiskriminierungs- und Antirassismusarbeit, Demokratie- und Menschenrechtsarbeit, aus migrantischen Organisationen und aus der Jugendarbeit.

Wir bitten um Anmeldung bis spätestens 27.03.2019.

Für die Organisation, Verpflegung und die Umsetzung der Regionalkonferenz sind wir auf einen Teilnahmebeitrag angewiesen. Mit Ihrer Überweisung ist Ihr Platz garantiert. Wir bitten mit der Anmeldung 30,- € auf das folgende Konto zu überweisen.

Familien- und Sozialverein des LSVD
IBAN: DE75 3702 0500 0007 1277 00 / BIC: BFSWDE33XXX
Verwendungszweck: BEITRAG Miteinander staerken 02. April 2019 + NAME, VORNAME

Die Konferenz ist eine gemeinsame Kooperation von

          

Ansprechpersonen für das Projekt „Miteinander stärken“ sind:

Jürgen Rausch (juergen.rausch@lsvd.de) – Tel. 0221 – 92 59 61 13
René Mertens (rene.mertens@lsvd.de) – Tel. 030 – 78 95 47 63

Das LSVD-Projekt „Miteinander stärken. Rechtspopulismus entgegenwirken“ fördert die Akzeptanz von LSBTI*. Die Stärkung von LSBTI*, ihren Verbündeten und Fachkräften steht dabei ebenso im Vordergrund wie die Entwicklung von Strategien und Allianzen gegen Homosexuellen- und Transfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus sowie gegen jede weitere Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.

Der Familien- und Sozialverein des LSVD als Projektträger wird gefördert in der Strukturentwicklung zum bundeszentralen Träger im Themen- und Strukturfeld “Akzeptanzförderung und Empowerment für lesbische, schwule, bi- und intersexuelle bzw. -geschlechtliche Menschen und ihre Angehörigen” vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

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